nachhaltig campen
Text Camping - Eine starke Kombination aus Nachhaltigkeit und Urlaub Camping - Eine starke Kombination aus Nachhaltigkeit und Urlaub Camping - Eine starke Kombination aus Nachhaltigkeit und Urlaub
Camping - Eine starke Kombination aus Nachhaltigkeit und Urlaub
„Wohin auch immer du gehst, geh aus ganzem Herzen.“ – Konfuzius
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind en vogue, was an sich schon sehr lobenswert ist. Leider vergessen viele Menschen diese Aspekte und werfen ihre Prinzipien über Bord, wenn es um die Planung ihrer nächsten Reise geht. Es kann jedoch sehr einfach sein, Urlaub und Nachhaltigkeit geschickt zu kombinieren und Strategien zu entwickeln, die auch der Tourismus-Branche eine nachhaltige Entwicklung verleihen. Ihr könnt nicht nur nachhaltige Trends schaffen, die auch Umweltprobleme unserer Zeit bekämpfen, sondern freut euch bei der nächsten Abreise auf ganz neue Erfahrungen.
Camping ist hier das Schlüsselwort, denn keine andere Urlaubsform ist so naturnah und spielt unter ökologischen Gesichtspunkten eine große Rolle. Um die Zusammenhänge zu verdeutlichen, sei angemerkt, dass eine Nacht im Wohnmobil auf einem Campingplatz 1,5 kg CO2 in die Luft abgibt, während eine Nacht in einem Hotel mit 17,2 kg CO2 in einer ganz anderen Liga spielt. Damit deinem nächsten Camping Abenteuer nichts im Wege steht, haben wir einige Tipps für dich, damit deine Reise auch mit Kindern noch umweltfreundlicher wird und positive Auswirkungen ganz im Sinne der Nachhaltigkeit geschaffen werden.
Leichtes Reisen für den Umweltschutz
Bevor du dich auf dem Weg zu deinem nächsten Camping-Urlaub machst, brauchst du einiges an Energie, um deinen Koffer zu packen. Das kann mitunter eine stressige Angelegenheit sein. Hier gilt das Motto: Weniger ist mehr! Bevor du also anfängst, alles Mögliche in deinen Rucksack zu stopfen, solltest du dir überlegen, was du wirklich für deine Reise brauchst. Manchmal hilft es, zuerst eine Liste zu schreiben. Wenn du nur das Nötigste einpackst, verringerst du den Aufwand, den dein Auto oder Wohnwagen ohnehin schon betreiben muss. Das gilt natürlich auch für die Fahrräder auf dem Dach. Maßnahmen, die jedoch auch deinem Geldbeutel zugutekommen, da du weniger Kraftstoff verbrauchst.
Toilettenartikel, Waschmittel und Geschirrspülmittel gibt es nicht nur in Reisegrößen. Es ist sogar eine gute Idee, die kleinen Behälter mit den üblichen Produkten nachzufüllen, damit du keine neuen kaufen müsst. Wenn du das Prinzip des reduzierten Kraftstoffverbrauchs auf das nächste Level heben magst, kannst du Shampoo, Duschgel und dergleichen in fester Form kaufen. Am besten wählst du Produkte mit Behältern aus Edelstahl oder Holz. Versuche zudem, große Papierkarten zu vermeiden und lade stattdessen die Offline-Karte deiner Urlaubsziele herunter, bevor du im Begriff bist, abzureisen. Auf diese Weise hast du die Karte immer dabei und bist nicht auf eine voll funktionstüchtige Verbindung des Internets angewiesen.
Wer auf Camping steht, braucht im Übrigen nicht bis ans andere Ende der Welt fahren. Wie Focus bereits berichtete gibt es allein in Deutschland 15 Orte, die es sich zu erkunden lohnt.
Entspanntes Reisen statt Formel-1-Feeling
Neben Bio-Hotels gibt es heutzutage eine große Auswahl an neuen, schadstoffarmen Wohnmobilen, die den Urlaub automatisch nachhaltiger machen. Natürlich kann man sie nicht für einen Apfel und ein Ei bekommen. Wenn ein neues, nachhaltiges Fahrgestell wirtschaftlich nicht machbar ist oder wenn du ohnehin nur dein Zelt hast, versuche es mit einem umweltfreundlichen Fahrstil. Das bedeutet, weniger Benzin zu verbrauchen und eine konstante Geschwindigkeit (idealerweise zwischen 90 und 100 km/h) einzuhalten.
Zusammen mit möglichst wenigen Geschwindigkeitsänderungen wirkt sich dein Fahrstil bereits weniger negativ auf das Klima aus. Wenn du nicht allein, sondern mit der Familie oder einer Gruppe von Freunden unterwegs bist, versuche, so wenig Fahrzeuge wie möglich zu benutzen. Übrigens ist das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einer Gruppe gar nicht mehr so langweilig. Inzwischen gibt es viele (Nacht-)Züge und Fernbusse, die dich entspannt und emissionsarm an dein Ziel bringen. Apropos weniger Emissionen: Kürzere Fahrten sind auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit. Bevor du also in anderen Ländern der Welt unterwegs bist, solltest du schauen, ob du in deiner unmittelbaren Region nicht auch interessante Ziele finden kannst.
Grüne Unterkunft
Eines ist unbestritten: Camping ist eine der umweltfreundlichsten Arten, seinen Urlaub zu verbringen. Man ist in der freien Natur und auf keine Art des Tourismus oder Hotels angewiesen. Natürlich gibt es Unterschiede in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Doch immer mehr Campingplätze legen Wert auf Umweltbewusstsein. Viele nutzen bereits Solarenergie oder haben einen eigenen Gemüsegarten. "Ecocamping" vergibt dafür sogar einen Preis. Mit dieser Auszeichnung können besonders klimafreundliche Campingplätze, Campingplätze mit Naturerlebniswertung oder Anbieter von nachhaltigem Glamping gewürdigt werden, die Ressourcen schonen.
"Glamping" ist eine Kombination aus den Worten "Glamour" und "Camping". Camping kann also auch etwas für Menschen sein, die sich in ihrem Urlaub ein bisschen mehr Luxus wünschen. Ein All-inclusive-Aufenthalt in einem 5-Sterne-Hotel ist in diesem Fall also nicht das einzig mögliche Konzept.
Volle Kraft voraus mit dem Fahrrad
Radfahren macht nicht nur Spaß und bringt die Gesundheit in Schwung, es ist auch gut für die Umwelt. Obwohl Autos unglaublich viel Benzin verbrauchen, vor allem auf kurzen Strecken mit häufigen Geschwindigkeitsänderungen, ist man mit dem Fahrrad manchmal schneller in der nächsten Stadt. Ein weiterer Vorteil ist, dass du dein Fahrrad an fast jeder Straßenecke abstellen kannst und so deine Umgebung viel intensiver wahrnimmst und entdeckst. Das Geld, das du nicht für das Tanken ausgeben musst, kannst du für andere Aktivitäten oder Einkäufe verwenden. Hier ergeben sich Möglichkeiten, bei denen gerade die kleinen Urlauber profitieren können. Bei sehr schlechtem Wetter oder wenn das Ziel zu weit entfernt ist, um es mit dem Fahrrad zu erreichen, kannst du die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen und das Auto oder den Wohnwagen auf dem Campingplatz stehen lassen. Das Umweltbundesamt wäre von diesen positiven Entwicklungen und der Nutzung umweltbewusster Transportmittel ebenfalls angetan.
Ökologische Produkte für dein Wohlbefinden
Auch in Europa enthalten viele Seifen und Shampoos Chemikalien, die auf Dauer nicht nur dem Körper schaden, sondern auch über die zusätzliche Nutzung des Wassers die Umwelt belasten. Wenn du ein Fan von wildem Camping bist, geht es nicht nur um das Baden im See. Auch beim Duschen auf dem Campingplatz gelangen Schadstoffe aus Shampoo und Co. über die Abwasserrohre in die Umwelt. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, umweltfreundliche Reinigungsmittel zu verwenden. Manchmal sind sie ein bisschen teurer, aber es lohnt sich wirklich, umzusteigen. Teste die Vielfalt an umweltfreundliche Naturkosmetik und finde das Richtige für dich.
Viele Menschen halten es für selbstverständlich, dass der Wasserhahn beim Zähneputzen zugedreht wird. Wenn du deine Zahnpflege noch umweltfreundlicher gestalten magst, solltest du eine Zahnbürste aus Bambus und eine feste Zahnpasta ausprobieren. Es mag anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber wie bei festem Shampoo und fester Seife kannst du damit Platz und Gewicht sparen.
Ressourcenschonender Einsatz
Wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, ist ein bewusster Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen besonders wünschenswert. Es mag überflüssig erscheinen, aber schon der Versuch, die Zeit, die man unter der Dusche verbringt, auf ein Minimum zu reduzieren oder die Verwendung von Solargeräten für elektronische Geräte ist ein großer Beitrag zum Umweltschutz. Auch Maßnahmen, die anfangs klein erscheinen mögen, können hier in ihren Folgen sehr effektiv sein.
Wenn du an einen Urlaub im Süden denkst und dich selbst schwitzend vor Augen hast, erscheint dir die Klimaanlage in deinem Wohnwagen oder deiner gemieteten Unterkunft wie ein wahr gewordener Traum. Versuche jedoch, das Wort "Klimaanlage" so weit wie möglich aus deinem Kopf zu streichen. Das Paradoxe an diesen ist nämlich, dass sie dein Zimmer kühler machen, aber den Rest der Erde auf Dauer wärmer. Schalte die Klimaanlage einfach aus, wenn du deine Unterkunft verlässt, und stelle die Temperatur generell weder zu hoch noch zu niedrig ein.
Mindestens genauso verlockend wie eine Klimaanlage ist die Verwendung eines Gas- oder Elektrogrills. Aber auch hier wird die Umwelt unnötig belastet - wie wäre es mit einem Picknick am See oder direkt vor Ort beim Camping? Und wenn du dich auf dem örtlichen Wochenmarkt für regionale Spezialitäten entscheidest, kommt der Geschmack bestimmt nicht zu kurz.
Ein No-Go in Form von Müll
Dieser Punkt mag offensichtlich erscheinen, aber oft scheinen die Erfahrungen des Lebens uns eines besseren zu belehren. Wenn ihr die Zelte abbaut und abreist, achtet darauf, dass ihr keinen Müll zurücklasst. Vor allem beim Wildcampen hat dies oberste Priorität. Dies ist natürlich nicht nur aus Umweltgründen wichtig, sondern auch aus hygienischen Gründen. Abwasser oder Grauwasser sollte nur an ordnungsgemäß gekennzeichneten Stellen entsorgt werden. Unsachgemäße Abfallentsorgung ist nicht nur eine Gefahr für Pflanzen und Tiere, sondern auch für andere Camper. Wenn dir der Umweltschutz am Herzen liegt und du etwas Besonderes tun magst, nimm deinen Jutebeutel mit und sammle bei deinem nächsten Spaziergang Plastikmüll. Dadurch wird verhindert, dass die Partikel in den Boden, ins Grundwasser und schließlich ins Meer gelangen. Mutter Natur wird es dir danken und Camping macht halt auch nur in Kombination mit Nachhaltigkeit wirklich Spaß.
Reduce, Reuse, Recycle

Diese drei "R´s" werden dir auf deinem Weg zu einem nachhaltigeren Leben immer wieder begegnen. Wenn du bereits versuchst, deinen Energieverbrauch zu senken, ist das sehr lobenswert. Es wird dir auch weniger schwer fallen, deinen Verbrauch an Einwegprodukten zu reduzieren. Es ist eigentlich viel einfacher, als es klingt. Nimm dir zum Beispiel Stofftaschen oder Körbe mit, wenn du beim Camping einkaufen gehst und lehne die Plastiktüten, die du beim Einkaufen in südlich gelegenen Ländern immer noch ganz selbstverständlich bekommst, geschickt ab. Ähnlich verhält es sich mit wiederverwendbaren Strohhalmen, Wasserflaschen und Bechern für Heißgetränke. In diesem Fall ist die Vorbereitung einfach das Wichtigste. Vorausschauende Planung kann auf dieser Ebene den entscheidenden Unterschied ausmachen. Erkundige dich vor deinem Urlaub, ob du das Wasser aus der Leitung vor Ort bedenkenlos trinken kannst.
Nachhaltigkeit ohne großen Mehraufwand
Natürlich besteht der Hauptzweck eines Urlaubs darin, sich zu entspannen. Aber Camping bietet noch viel mehr. Wenn die Nächte wärmer werden, ist es spannend und irgendwie befreiend, unter freiem Himmel zu schlafen. Wenn du nur ein paar, der oben genannten Tipps befolgst, bist du in Sachen Nachhaltigkeit auf jeden Fall dabei gute Strategien zu entwickeln, um Umweltprobleme aus persönlicher Sicht anzugehen und präventive Handlungen auszuführen, die von einer gewissen Langlebigkeit zeugen. Das ist gar nicht so schwierig und kostet nicht sonderlich viel Mehraufwand. Du wirst mit weniger CO2-Emissionen, gesundem Wohlbefinden und mehr Geld im Portemonnaie belohnt. Das wohlverdiente Urlaubsgefühl geht also nicht mit den besten Hotels einher, sondern kann auch beim Camping aufkommen.
Wer noch ein passendes Zelt für sein nächstes Abenteuer sucht, wird übrigens auf der Seite des Spiegels fündig. Hier wurden 6 Zelte getestet, die nicht nur in ihrer Qualität, sondern auch im Preis überzeugen konnten