nachhaltige etfs

Nachhaltige ETFs werden immer beliebter, da das Umweltbewusstsein der Anleger/innen zunimmt. Erfahre, was nachhaltige ETFs sind und wie sie funktionieren.

Nachhaltige ETFs: Umweltbewusst in eine neue Form der Finanzanlage investieren

"Das größte Risiko unserer Zeit liegt in der Angst vor dem Risiko." — Helmut Schoek

Was sind denn eigentlich ETFs?

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Börsengehandelte Fonds (ETFs) sind eine Art von Investmentfonds, die ähnlich wie Aktien an der Börse gehandelt werden. ETFs sind ein Korb von Wertpapieren, die einen Index, einen Sektor oder eine Anlageklasse abbilden können. ETFs bieten Anlegern eine Reihe von Vorteilen, darunter niedrige Gebühren, Diversifizierung und Flexibilität.

ETFs sind so konzipiert, dass sie einfach zu handeln sind und den Anlegern Zugang zu einer breiten Palette von Vermögenswerten bieten. ETFs sind in der Regel billiger als herkömmliche Investmentfonds, da sie geringere Kosten haben. ETFs bieten auch eine größere Diversifizierung als Einzelaktien, da sie es den Anlegern ermöglichen, in einen Korb von Wertpapieren zu investieren. Schließlich bieten ETFs mehr Flexibilität als herkömmliche Investmentfonds, da sie den ganzen Tag über an der Börse gehandelt werden können.

ETFs sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden, da immer mehr Anleger an kostengünstigen, diversifizierten Anlagen interessiert sind. Wenn du erwägst, in einen ETF zu investieren, solltest du dich genau informieren, um einen ETF zu finden, der deinen Anlagezielen entspricht.

Was genau ist Impact Investing?

Neben Bezeichnungen wie «grüne Aktien, Fonds oder ETFs» kursiert auch der Oberbegriff «Impact Investing». Dabei geht es nicht nur darum, dass die Investitionen ökologisch und sozial verträglich sind, sondern dass der Anleger auch sehen kann, welche positiven Wirkungen seine Investitionen in die jeweiligen Geldanlagen haben. Es geht dabei um einen Investmentansatz, der über die herkömmliche Orientierung an Rendite und Risiko hinausgeht.

Impact Investing betrifft auch nachhaltige Geldanlagen wie ETFs. Aufgrund der ständig steigenden Nachfrage von Privatanlegern haben Finanzinstitute auch nachhaltige ETFs entwickelt. Obwohl heute beim Impact Investing noch viel Geld in Stiftungen und Family Offices fließt, hat auch dieser Markt ein Potenzial. Anleger haben zunehmend die Möglichkeit, ihr Geld in Fonds mit einem nachhaltigen Ansatz zu investieren. Dabei eignen sich auch ETFs. Exchange Traded Funds bilden einen Index nach. Beim DAX-ETF sind alle Aktien der DAX-Unternehmen drin. Sie reagieren unmittelbar auf die Kursentwicklung. Nun gibt es natürlich zahlreiche ETFs, die auf bestimmte Themen oder Regionen spezialisiert sind. Eine Nische sind dabei ökologische und nachhaltige ETFs - eben grüne ETFs.

Sie versprechen ein großes Potenzial, noch fehlen aber klare Richtlinien. Es sind keine gesetzlichen Definitionen und Bewertungsraster angelegt. Trotzdem entstehen immer mehr grüne Fonds. Die meisten orientieren sich an den ESG-Kriterien, die für Environmental, Social and Governance stehen. Andere ETFs legen auch klare Ausschlüsse fest - ex Weapons, ex Gambling, ex Tobacco sind klare Kriterien, wo nicht angelegt wird. Inzwischen gibt es aber auch weitere Felder und spezielle Interessengebiete wie etwa Energie, Elektroautos oder auch Diversity. Oft sind es auch nur schon die Bezeichnungen wie «Clean Energy» oder «Sustainability», die einen Hinweis geben. Dabei sind aber auch Unternehmen, die auf den ersten Blick nicht alles richtig zu machen scheinen, aber vielleicht etwa auf dem Feld des CO2-Ausstosses tiefer liegen als andere. Im ETF können also zum Beispiel auch Aktien von Amazon, Nestlé, Facebook oder Microsoft enthalten sein, um nur ein paar zu nennen.

Das Problem mit dem Investment in grünen ETFs

andre-taissin-5OUMf1Mr5pU-unsplash.jpg Es gibt eine wachsende Nachfrage nach Anlageinstrumenten, die ökologische, soziale und Governance-Kriterien (ESG) berücksichtigen. Als Reaktion darauf haben eine Reihe von Unternehmen börsengehandelte Fonds (ETFs) aufgelegt, die angeblich "grüne" oder "nachhaltige" Indizes abbilden. Allerdings gibt es derzeit keine einheitliche Definition dessen, was unter Nachhaltigkeit fällt, so dass diese ETFs sehr unterschiedlich sind. Einige investieren nur in Unternehmen, die bei der Umweltleistung führend sind, während andere einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der auch soziale und Governance-Faktoren berücksichtigt. Dieser Mangel an Standards stellt ein großes Problem für Anleger dar, die bei der Auswahl eines grünen ETF nicht ohne weiteres Äpfel mit Äpfeln vergleichen können. Es wirft auch das Schreckgespenst des Greenwashing auf, bei dem Unternehmen irreführende Behauptungen über ihre ESG-Belange aufstellen, um Investitionen anzuziehen. Solange es keine klaren Richtlinien gibt, sollten Anleger bei grünen ETFs mit Vorsicht vorgehen.

Vorsicht vor Labeling bei grünen ETFs

Das mag zwar auf den ersten Blick erstaunen, aber all diese Megakonzerne haben Projekte, bei denen sie sich nachhaltig und sozial zeigen. So werden die Datencenter von Facebook CO2-neutral betrieben, Nestlé setzt sich für eine nachhaltige Landwirtschaft ein. Trotzdem, sagen Experten, spielt vor allem auch geschicktes Labeling mit. Es kann eben sein, dass sich in «grünen ETFs» auch Unternehmen befinden, die auf Atomkraft setzen. Besonders die Mineralölindustrie verbirgt sich hinter einigen dieser nachhaltigen ETFs. Das kommt daher, dass ETFs oft nach dem «Best-in-Class» auswählen. Das bedeutet, dass andere eben noch schlechter in diesem Bereich sind oder das Unternehmen sich verbessern möchte. Deshalb verwässern die Ausschlusskriterien manchmal.

Sind EFTs die optimale Geldanlage für nachhaltiges Investieren?

ETFs sind zwar eine beliebte Anlagemöglichkeit, aber nicht unbedingt die beste Option für grüne Anleger. Im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds können Anleger bei ETFs nicht wählen, in welche Unternehmen oder Sektoren sie investieren wollen. Stattdessen bilden sie einen Index nach, was bedeutet, dass die Anleger passiv in einen Aktienkorb investieren. Dies kann eine risikoreichere Anlagestrategie sein, da sich nur schwer vorhersagen lässt, welche Unternehmen langfristig erfolgreich sein oder scheitern werden. Außerdem entsprechen nachhaltige ETFs nicht immer den ethischen Werten eines Anlegers. Ein börsengehandelter Fonds, der den Aktienmarkt abbildet, wird beispielsweise wahrscheinlich Unternehmen enthalten, die an der Förderung fossiler Brennstoffe oder anderen umweltschädlichen Aktivitäten beteiligt sind.

Welche nachhaltigen Alternativen gibt es noch?

Für Menschen, die ihre Investitionen nach strengeren nachhaltigen Faktoren strukturieren wollen, können Fonds eine Option sein. Fonds sind eine Form der Geldanlage, bei der Einzelpersonen ihr Geld zusammenlegen und es dann von einem professionellen Verwalter investieren lassen können. Das kann eine gute Option für Menschen sein, die in nachhaltige Unternehmen investieren wollen, aber nicht die Zeit oder das Wissen haben, es selbst zu tun. Wenn du in einen Fonds investierst, investierst du im Wesentlichen in einen Korb von verschiedenen Aktien oder anderen Wertpapieren.

Diese Diversifizierung kann helfen, das Risiko zu verringern und bietet außerdem die Möglichkeit, in eine Vielzahl verschiedener Unternehmen zu investieren und ein breites Portfolio nachzuweisen. Es gibt viele verschiedene Arten von Nachhaltigkeitsfonds, daher ist es wichtig, dass du dich vor einer Investition gut informierst. Vergewissere dich, dass du die Ziele des Fonds verstehst und weißt, wie er strukturiert ist. Bevor du investierst, solltest du dich auch über die mit dem Fonds verbundenen Gebühren informieren. Es gibt zwar viele verschiedene Möglichkeiten, aber nicht alle sind für jeden geeignet. Es ist wichtig, den richtigen Fonds für deine individuellen Bedürfnisse und Ziele zu finden. Wenn du noch mehr Informationen über nachhaltige ETFs erhalten möchtest, empfehlen wir dir unteranderem den Beitrag von Finanztip.