immobilienfonds

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, zu investieren, aber Immobilienfonds bieten eine besonders attraktive Option für Anleger, die auf der Suche nach nachhaltigen und zuverlässigen Investitionen sind.

Immobilienfonds - Eine nachhaltige Investitionsanlage

Experten machen Immobilien für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Immobilienfonds, die auf Nachhaltigkeit setzen, erzielen derzeit gute Renditen. – Peter Hermann

Was sind nachhaltige Immobilienfonds?

Nachhaltige Immobilienfonds sind Anlageinstrumente, die sich auf Immobilien konzentrieren, die positive Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Unternehmensführung (ESG) haben. Diese Art von nachhaltiger Geldanlage zielt darauf ab, wettbewerbsfähige finanzielle Erträge zu erzielen und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung der Umwelt zu fördern. Nachhaltige Immobilienfonds sind in der Regel auf ein bestimmtes ESG-Kriterium ausgerichtet, wie z. B. Energieeffizienz oder Wasserschutz. Viele dieser Fonds versuchen auch, in Immobilien zu investieren, die sich in Gebieten mit einem starken Bevölkerungswachstum befinden, da dies die Möglichkeit bietet, positive soziale und wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. Obwohl nachhaltige Immobilienfonds erst in jüngster Zeit an Popularität gewonnen haben, sind sie bereits auf großes Interesse bei Anlegern gestoßen, die ihre Portfolios mit ihren persönlichen Werten in Einklang bringen wollen und beispielsweise mehr Verantwortung übernehmen möchten.

Vorteile von nachhaltigen Immobilienfonds

Die Immobilienbranche ist einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren, und ihre Stabilität ist entscheidend für die Gesundheit des Finanzsystems. In den letzten Jahren sind nachhaltige Immobilieninvestitionen, bei denen ökologische, soziale und Governance-Faktoren berücksichtigt werden, immer mehr in den Vordergrund gerückt. Nachhaltige Immobilienfonds bieten eine Reihe von Vorteilen für Anleger. Sie übertreffen in Bezug auf die risikobereinigten Renditen häufig die traditionellen Immobilienfonds. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nachhaltige Gebäude seltener von Leerständen und Mietminderungen betroffen sind. Außerdem haben nachhaltige Gebäude in der Regel eine höhere Belegungsrate und sind besser isoliert, was zu niedrigeren Betriebskosten führt. Schließlich haben nachhaltige Gebäude ein geringeres Risiko der Kapitalabschreibung und einen höheren Wiederverkaufswert. Infolgedessen können nachhaltige Immobilienfonds den Anlegern bessere risikobereinigte Renditen bieten.

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Optionen nachhaltiger Finanzanlagen in Immobilienfonds

Nachhaltiges Anlegen boomt in allen Bereichen - so dürfte man auch annehmen in einem Bereich, der ebenfalls als Klassiker unter den Investments gilt: Immobilien. Eine Mehrheit der Anleger möchte ihr Geld nachhaltig anlegen. Alleine in Deutschland gibt es über 200 Fonds, bei denen nach den ESG-Kriterien angelegt wird. Im Immobilienbereich sieht es aber komplett anders aus: Es gibt kaum eine Auswahl von offenen Immobilienfonds, die klassisch angelegt, aber auch nachhaltig sind. In Deutschland gibt es laut Fachpublikationen nur solche, die für Investoren aus einem kirchlichen oder diakonischen Umfeld gedacht sind, nicht aber für ökologisch verantwortungsvolle Anleger. Hoffnung für eine Trendwende gibt die durch die Blockchain-Technologie mögliche Tokenisierung von Immobilienanteilen. Mit der Tokenisierung kann ein großes Immobilienvermögen in kleinere Anteile heruntergebrochen werden. Damit kann eine Diversifizierung über mehrere Immobilien erfolgen sowie die Auswahl auf Gewerbe- oder Wohnimmobilien erweitert werden. Das ist mit Real Estate Tokens möglich. Bei herkömmlichen Immobilienfonds können Privatanleger meist nur Anteile für mindestens mehrere tausend Euro zeichnen.

Der Bedarf an Nachhaltigkeit im Immobiliensektor steigt

Weshalb es nur eine sehr beschränkte Auswahl an nachhaltigen Immobilienfonds gibt, ist erstaunlich, denn der Trend zeigt klar eine andere Richtung an. Wenn Deutschland bis 2050 die Energiewende schaffen und klimaneutral sein möchte, dann spielen Gebäude eine wesentliche Rolle dabei. Künftige Gebäude müssen nachhaltig gebaut werden, das Investitionsvolumen nimmt zu. Diese Entwicklung lässt sich auch statistisch erfassen: Grüne Gebäude sind bei Investoren gefragt. Die Ausgabe von Zertifikaten in diesem Bereich ist signifikant gestiegen. Aber auch das Investitionsvolumen ist stark gestiegen. tierra-mallorca-JXI2Ap8dTNc-unsplash.jpg

Weil nachhaltiges Bauen langfristig Kosten spart, wird es für Emittenten von Finanzanlagen sinnvoll und lukrativ. Sie entwickeln demnach auch Nachhaltigkeit Scores für Immobilienobjekte, die verschiedene Teilaspekte umfassen. So etwa die Nutzung von erneuerbarer Energie oder der Weg vom Haus zum ÖV. Alle diese Parameter fließen in die Bewertung mit ein. Hier kommst du zu weiteren Informationen zu dem Thema: nachhaltig Bauen.

Definition von Auflagen als notwendiger Schritt

Aber wie auch in anderen Bereichen fehlen bei nachhaltigen Fonds im Immobiliensektor bisher verbindliche Auflagen, welche Nachhaltigkeitsziele wichtig sind und wie Unternehmen diese verfolgen können. Deshalb gilt es diese genauer zu definieren, wobei auch die EU in diesem Bereich Schritte unternommen hat. Nachhaltige Immobilienfonds sind aber letztlich lukrativer, weil die Rendite gegenüber anderen Assets tendenziell höher ist. Dazu kommt ein weiterer Aspekt: Durch den Druck der Politik könnten die Abgaben für emmisionsschädliche Gebäude künftig steigen, ähnlich wie bei Verbrennungsmotoren bei Autos. Damit lohnt sich ein Investment in einen nachhaltigen Immobilienfonds zusätzlich.