minimalistisch wohnen

Fragst du dich, ob ein minimalistischer Lebensstil etwas für dich ist? In diesem Artikel erfährst du, was es bedeutet, minimalistisch zu wohnen, und ob du dafür alles aufgeben musst oder nicht.

Minimalistisch wohnen - Muss ich jetzt auf alles verzichten?

„Der beste Weg, um herauszufinden, was wir wirklich brauchen, ist, das loszuwerden, was wir nicht brauchen.“ — Marie Kondō

Was bedeutet es, minimalistisch zu leben?

Viele Menschen denken, dass ein minimalistischer Lebensstil bedeutet, dass man alles, was man besitzt, loswerden und wie ein Einsiedler leben muss. Aber das ist nicht unbedingt wahr! Minimalistisch zu leben bedeutet, sich auf das Wesentliche zu beschränken - auf das, was du brauchst, um ein komfortables, glückliches Leben zu führen. Das kann bedeuten, dass du deine Wohnung verkleinerst, dich von überflüssigen Besitztümern trennst und deinen Zeitplan vereinfachst. Das erreicht man durch minimalistisch wohnen und minimalistisch einrichten. Für manche Menschen bedeutet ein minimalistisches Leben, dass sie von der Bildfläche verschwinden; für andere bedeutet es einfach, ihre Schränke zu entrümpeln.

Wichtig ist, dass du nur das behältst, was dir Freude macht und einen Sinn in deinem Leben erfüllt. Alles andere ist nur Ballast! Wenn du dich also von deinen Sachen überwältigt fühlst oder das Gefühl hast, dass du nie findest, was du brauchst, ist es vielleicht an der Zeit, einen minimalistischen Lebensstil auszuprobieren. Minimalistisch wohnen ist hierbei die Lebensweise. Du wirst überrascht sein, wie befreiend das sein kann! Außerdem denkst du so auch mehr über deinen Konsum nach.

Ideen für eine minimalistische Einrichtung:

Ausmisten

Eine beliebte Methode, um eine minimalistische Einrichtung zu erreichen, ist die KonMari-Methode, die von der Expertin Marie Kondo entwickelt wurde. Bei dieser Methode gehst du Raum für Raum in deinem Zuhause durch und sammelst alle Gegenstände, die dir keinen wirklichen Nutzen bringen oder dich nicht glücklich machen.

Sobald du all diese Gegenstände an einem Ort hast, ist es an der Zeit, sie loszuwerden. Frag dich bei jedem Gegenstand, ob er dir Freude bereitet. Wenn die Antwort nein lautet, dann danke dem Gegenstand für seine Dienste und lass ihn los. Dieser Prozess kann schwierig sein, aber er ist wichtig, um eine minimalistische Einrichtung zu erreichen. Indem du dich von unnötigen Dingen trennst, kannst du einen ruhigeren und gelasseneren Lebensraum schaffen, der dir ein Gefühl von Leichtigkeit gibt.

Das Gleiche gilt natürlich auch für Kleidung: ein minimalistischer Kleiderschrank bietet mehr Stauraum, eine bessere Übersicht und du kannst dich morgens schneller entscheiden, was du anziehen möchtest.

Die Gegenstände, die du aussortierst, kannst du natürlich auch verkaufen und so noch ein bisschen Geld verdienen.

Krimskrams verstauen

An vielen Orten sehen kleine Haufen von Kleinigkeiten wie Schlüsselanhänger, Kaugummi, Geldbörsen usw. unansehnlich aus und haben die lästige Angewohnheit, umherzuwandern. Sie sind nie an dem Ort, an dem du sie zuletzt abgelegt hast.

Für Minimalisten ist das eine inakzeptable Art zu leben - alles sollte seine Ordnung haben und an seinem richtigen Ort sein. Eine Aufbewahrungsbox für solche Dinge sieht nicht nur schöner und aufgeräumter aus, sie hält auch alles an einem Ort, damit du es findest, wenn du es brauchst. Minimalistisch wohnen bedeutet in diesem Kontext nämlich auch in Ordnung zu leben.

Farben und Formen: weniger ist mehr

Sich minimalistisch einrichten heißt, dass man mit hauptsächlich weißen, beigen, grauen und schwarzen Tönen eine beruhigende Atmosphäre schafft. Es ist wichtig, nicht zu viele Farben zu verwenden, da dies ablenkend und überwältigend sein kann. Konzentriere dich stattdessen darauf, verschiedene Materialien und Texturen zu verwenden, um bestimmte Bereiche zu betonen. Der skandinavische Einrichtungsstil wird wegen seiner minimalistischen Ästhetik immer beliebter. Bei den Formen gilt: Einfacher ist besser. Kugeln, Quader und Würfel sind allesamt großartige Optionen, solange sie nicht zu überladen sind.

Ein minimalistischer Ansatz in Bezug auf Farben und Formen in deinem Zuhause kann eine friedlichere und ruhigere Umgebung schaffen.

Jetzt denkst du vielleicht darüber nach, deine Büchersammlung loszuwerden, weil sie bunt ist. Aber du musst sie nicht unbedingt ausmisten - du kannst sie einfach mit weißen oder schwarzen Einbänden überziehen. Das verleiht deinem Bücherregal einen sauberen, minimalistischen Look und schützt deine Bücher außerdem vor Beschädigungen. Und wenn du dir wegen der begrenzten Farbpalette Sorgen machst, musst du das nicht - du kannst als Deko kontrastierende Formen und Materialien verwenden, um eine interessante und optisch ansprechende Wohnung zu schaffen.

Minimalistische Möbel

Beim minimalistischen Wohnen geht es darum, mit weniger mehr zu erreichen. Das bedeutet, dass minimalistische Möbel schnörkellos sein sollten und sich durch klare Linien und Formen auszeichnen. Ästhetik und Funktion sollten einander nicht nachstehen - zum Beispiel bietet der Beistelltisch, wenn möglich, gleichzeitig Platz für versteckte Aufbewahrung.

Für eine minimalistische Einrichtung gilt: Je weniger Möbel, desto besser. Schnell erdrücken zu viele Möbelstücke einen kleinen Raum. Um das zu vermeiden, sollten die Möbel für mehrere Zwecke verwendet werden können. Verwende zum Beispiel den Esstisch auch als Schreibtisch. Je nach Größe deiner Wohnung kannst du das Sofa auch als Bett verwenden. Durch den Einsatz von Mehrzweckmöbeln kannst du deinen minimalistischen Wohnraum übersichtlich und funktional halten.

Minimalistische Deko

tu_tu_QZGQO_3_Nvs_Lo_unsplash_1_1_b4a9aaf0fd.jpg

Der minimalistische Trend in der Inneneinrichtung besteht darin, die Dinge einfach und übersichtlich zu halten. Das heißt aber nicht, dass dein Zuhause ohne jegliche Dekoration auskommen muss. Tatsächlich können ein paar gut ausgewählte dekorative Elemente den visuellen Reiz eines minimalistischen Raums noch verstärken. Das Wichtigste ist, dass du bei der Auswahl der Gegenstände wählerisch bist und sie in einer ungeraden Anzahl zusammenstellst. Anstatt eine Sammlung von Vasen im Raum zu verteilen, solltest du zum Beispiel drei Vasen zusammen auf einem Regal oder Tisch aufstellen. Das sorgt nicht nur für einen eleganteren Look, sondern hilft auch dabei, die Unordnung zu vermeiden, die durch zu viele Dekorationselemente entstehen kann - nur besonders kunstvolle und verzierte Elemente sollten vermieden werden, vertraue lieber auf ein simples Design.

Idee: Stelle nicht mehr als drei Dekogruppen pro Raum auf, damit diese neue Ordnung nicht gestört wird. Die Elemente sehen noch aufgeräumter aus, wenn sie auf einem Tablett oder einem kleinen Teller platziert werden.

Minimalistisch wohnen mit Kindern

Es ist schwer, einen minimalistischen Wohnstil zu führen, wenn du Kinder hast. Spielzeug scheint überall zu sein, und es kann schwierig sein, sie dazu zu bringen, sich von ihren Sachen zu trennen. Eine Möglichkeit, das Problem anzugehen, ist, deine Kinder in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Sprich mit ihnen darüber, auf welches Spielzeug sie verzichten können und erkläre ihnen, warum ein minimalistischer Lebensstil wichtig ist.

Du kannst Kindern sogar einen Anreiz bieten, z. B. eine bestimmte Anzahl von Sternen, die sie gegen neues Spielzeug eintauschen können, wenn sie ihr altes abgeben.

Du kannst auch eine "Spielzeugstation" einrichten, wo die aussortierten Gegenstände für eine bestimmte Zeit bleiben. Wenn die Kinder innerhalb dieser Zeit kein Interesse an ihnen zeigen, können sie weitergegeben werden. Du kannst sie dann spenden oder verkaufen und mit dem Geld neue Spielsachen kaufen.

Minimalistisches Wohnen kann auch für Kinder von Vorteil sein, da sie dadurch mehr Platz zum Spielen und Entdecken haben. Und wer weiß, vielleicht wird dein Kind später ebenfalls ein Minimalist.

Fazit:

Minimalistisch zu wohnen ist also gar nicht so schwierig wie man denkt. Du musst nicht alles, was du besitzt, aufgeben und bei Null anfangen. Fang einfach mit aufräumen an und schau, wie weit du kommst. Wenn du die oben genannten Tipps befolgst, kannst du dein Zuhause langsam in einen stilvollen und aufgeräumten Raum verwandeln. Und wer weiß, vielleicht macht dir der Prozess sogar Spaß. Wir können dir ebenfalls den Artikel der Stuttgarter Zeitung zu Minimalistisch leben empfehlen.