zero waste
Geht es dir manchmal auch so, als würdest du in Verpackungsmüll ertrinken? Wir informieren über Zero Waste und zeigen dir, wie du im Alltag deinen Abfall reduzieren kannst.
Zero Waste - Start in ein neues Leben ohne Müll
„Wir brauchen keine Handvoll Menschen, die Zero Waste perfekt machen. Wir brauchen Millionen Menschen, die Zero Waste unperfekt machen." – Anne-Marie Bonneau
Bist du bereit, dem Müll Lebewohl zu sagen? Wir können dir dabei helfen, deine Reise zum Zero Waste zu beginnen! Es ist einfacher, als es scheint - und es lohnt sich auf jeden Fall. Du wirst Geld und Zeit sparen UND Spaß haben, während du deinen Beitrag zum Umweltschutz leistest. Wir zeigen dir, wie es möglich ist, ohne Müll zu leben und wie sehr es sich lohnt!
Jeden Tag produzieren wir tonnenweise Abfall, und das wirkt sich in mehr als einer Hinsicht auf uns aus. Von Plastik bis Elektronik, von weggeworfenen Lebensmitteln bis hin zu dem Zeug, das in unseren Küchenabfalleimern landet - all dieser Müll hat enorme Auswirkungen auf das Leben der Menschen und die Umwelt, in der wir leben.
Die Zero-Waste-Bewegung ist absolut machbar, wenn du bereit bist, dein Leben zu überdenken. Egal, in welchem Zeitalter wir uns befinden, mit ein paar Anpassungen des Lebensstils lässt sich die Umweltbelastung immer reduzieren.
Was bedeutet Zero Waste?
Allgemein bedeutet Zero Waste "Null Müll". Zero-Waste-Begeisterte stellen sich also der Herausforderung der völligen Müllvermeidung. Dennoch beginnt es in kleinen Schritten. So kannst du im Café, sobald du einen Smoothie bestellst z.B. auf den Strohhalm verzichten. An der Supermarktkasse musst du dir nicht unbedingt den Kassenzettel ausdrucken lassen und für deinen alltäglichen Coffee-to-go kannst du deinen eigenen Kaffeebecher bereithalten.
Alle unvermeidbaren Abfälle werden verantwortungsbewusst gehandhabt, entweder wiederverwendet, recycelt oder kompostiert, wann immer es möglich ist. Dieser wird von Zero Wastern jedoch so gering wie möglich gehalten. Teilweise passt dieser Müll, der innerhalb eines Jahres gesammelt wird, bei geschickter Umsetzung in ein Einmachglas. Das schafft auch eine Frau namens Ingrid, die ihr Leben von einem auf dem anderen Tag umgekrempelt und sich der Bewegung angeschlossen hat. Hier geht es zu dem entsprechenden Artikel, welchen der Spiegel zu ihrer Geschichte verfasst hat.
Warum ist Zero Waste so wichtig?
Der Durchschnittsbürger produzierte im Jahr 2019 eine erstaunliche Menge an Abfall - satte 457 kg. Das ist mehr als ein Kilo pro Tag! Leider kann nur ein winziger Teil davon recycelt werden; der Rest wird zur Energiegewinnung verbrannt - mit schlimmen Folgen für unseren Planeten.
Anstatt nach Wegen zu suchen, unseren Abfall besser zu verwalten, sollten wir damit beginnen, ihn zu reduzieren. Indem wir weniger Ressourcen verbrauchen und schädliche Chemikalien wie BPA in Plastikverpackungen vermeiden, schützen wir nicht nur die Umwelt, sondern auch unser Wohlbefinden.
Zero Waste im eigenen Haushalt betreiben
Ein Zero-Waste-Haushalt ist mehr als nur plastikfrei zu leben. Es geht darum, nachhaltige Gewohnheiten zu entwickeln, die die Menge an nicht recycelbaren oder kompostierbaren Gegenständen in deinem Leben reduzieren - und damit den Weg zu einem umweltfreundlichen Leben ebnen.
Das klingt zugegebenermaßen etwas schwierig, aber tatsächlich gibt es für mittlerweile fast alles eine müllfreie Alternative. Tausche Papiertaschentücher gegen Stofftaschentücher, Plastikzahnbürsten gegen Holzzahnbürsten und Scheuerschwämme gegen Baumwolltücher aus. Am Anfang ist es vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber du sparst Müll - und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass dein Handeln einen positiven Einfluss nimmt.
Bei Elektrogeräten gilt das Motto: Solange benutzen, wie möglich. Geben diese den Geist auf, sollten sie fachgerecht entsorgt werden. So gibt es für Personen, die Müll vermeiden wollen, das Fairphone 3, was durch seine Reparierbarkeit einfach besser geeignet ist als andere Handys.

Zero Waste beim Einkaufen
Jedes Mal, wenn wir einkaufen gehen, kommt eine überwältigende Menge an Verpackungsmüll mit uns zurück - und das noch bevor die Lebensmittel verzehrt sind! Fast ein Drittel von dem, was du aus dem Laden mit nach Hause nimmst? Unnötiges Verpackungsmaterial. Wenn es darum geht, abfallfrei einzukaufen, ist das definitiv ein No-Go.
Der Lebensmitteleinkauf ist ein unvermeidlicher Teil des Lebens, aber er muss nicht verschwenderisch sein. Auf dem Wochenmarkt kannst du loses Obst und Gemüse kaufen - nimm einfach deine eigenen Stofftaschen zum Tragen mit. Aber wenn es um Produkte wie Nudeln oder Reis geht, ist es nicht so einfach, verpackungsfrei zu bleiben. Auch Hygieneartikel sind ein Dilemma; leider scheint es manchmal fast unmöglich, sie ohne zusätzlichen Abfall zu bekommen.
Aber abfallfreies Einkaufen ist definitiv machbar - und es gibt so viele einfache Möglichkeiten, hier etwas zu verändern. Anstelle von Einwegflaschen kannst du zu wiederverwendbaren Flaschen greifen; in Supermärkten oder Bioläden kannst du Milch, Joghurt oder Sahne auch im Glas kaufen. Zudem kannst du an den meisten Frischetheken im ganzen Land deine Aufstriche, Käse und Antipasti in deine mitgebrachten Behältern packen lassen, ohne dass Verpackungsmüll anfällt.
Zero Waste im Unverpacktladen
Unverpackt-Läden gibt es bereits in vielen Städten und mit Hilfe von Crowdfunding-Plattformen werden immer mehr eröffnet. Lebensmittel einzukaufen war noch nie so einfach und nachhaltig - die neuen Unverpackt-Läden ermöglichen es dir, deine eigenen Behälter mit genau dem zu füllen, was du brauchst. Von Reis, Müsli und Nüssen bis hin zu Essig und Öl aus praktischen Spendern - es ist ein Null-Abfall-Erlebnis, das sicherstellt, dass kein Überschuss gekauft wird.
Zero Waste durch Trödeln und Second Hand
Verleihe deinem Zuhause einen besonderen Charakter, ohne viel Geld anzugeben. Wer hat je gesagt, dass du brandneue Möbel oder Küchengeräte kaufen musst? Flohmärkte, Kleinanzeigen und Second-Hand-Läden sind eine gute Möglichkeit, um tolle Stücke zu finden, die deinem Haus Persönlichkeit verleihen. Du wirst überrascht sein, welche Schätze du finden kannst - von antiken Schränken und Tischen über einzigartige Dekorationsideen bis hin zu Geschirr und Kochutensilien, die es bereits für kleines Geld gibt.
Zero Waste durch DIY
Sobald es um Hygiene- und Haushaltsartikel geht, wird es mit den Verpackungen schon schwieriger. Shampoo, Seife, Wasch- und Putzmittel sind im Supermarkt eigentlich immer im Plastik oder Papier verpackt. Um dies zu umgehen, lohnt sich entweder der Besuch zum Unverpacktladen oder du steigst zum Einstieg erst einmal auf Großpackungen und Nachfüllbeutel zurück.
Bei Zero Waste hilft es jedoch, Produkte selbst herzustellen, die du normalerweise verpackt kaufen müsstest. Anstatt Zahnpasta aus der Packung zu kaufen, kannst du sie auch selbst herstellen. Alles, was du brauchst, sind gewöhnliche Zutaten wie Backpulver und Stevia oder Heilerde - und manche Apotheken können sie sogar für dich abfüllen! Im Bereich der Kosmetik findest du auf unserer Seite einige DIY-Rezepte, die es sich lohnt auszuprobieren. Tatsächlich können wir dir unsere Rezeptur für Shampoo bars nur ans Herz legen.
Fazit
Ein abfallfreies Leben ist nicht so beängstigend, wie es anfangs scheint. Zugegebenermaßen erfordert es ein wenig Mühe, Einwegartikel zu vermeiden und verpackungsfreie Alternativen zu finden. Aber wenn du dich erst einmal daran gewöhnt hast, wirst du schnell merken, wie viel Geld und Abfall du durch kleine Veränderungen in deinem Alltag einsparen kannst. Und es gibt kein besseres Gefühl, als zu wissen, dass du deinen Teil zum Schutz der Umwelt beiträgst.