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Kosmetikunternehmen testen ihre Produkte oft an Tieren, aber es gibt inzwischen humanere und effizientere Methoden, um Kosmetika zu testen. Finde heraus, welche das sind.
Arten von Tierversuchen in der Kosmetikindustrie
„[Forscher] sind so darauf konzentriert, Mäuse heilen zu wollen, dass sie vergessen, dass wir eigentlich Menschen heilen wollen.“ – Dr. Ronald W. Davis
Wir alle haben Kosmetikprodukte in unserem Haushalt, aber die meisten sind sich nicht darüber bewusst, welcher Prozess hinter der Zulassung der Produkte steckt. Die wenigsten Produkte sind wahrscheinlich wirklich tierversuchsfrei. In diesem Artikel wird darauf eingegangen, welcher Prozess hinter der Zulassung von Kosmetikprodukten im Bezug auf Tierversuche steckt und welche Arten von Tierversuchen existieren. Es gibt einige Unternehmen, die mittlerweile darauf setzen, tierversuchsfreie Produkte auf den Markt zu bringen, diese sind zertifiziert. Im Jahr 2013 hat die Europäische Union ein umfassendes Verbot von Tierversuchen für Kosmetika erlassen. Das bedeutet, dass für alle kosmetischen Produkte, einschließlich Make-up, Hautpflegeprodukte, Parfums und Haarpflegeprodukte, keine neuen Tierversuche mehr durchgeführt werden dürfen.
Tierversuche für Kosmetika sind grausam und unnötig. Sie verursachen oft Schmerzen und Leiden für die beteiligten Tiere und sind keine genaue Methode, um die Sicherheit von Kosmetika zu testen. Das Verbot von Tierversuchen in der EU ist ein großer Sieg für Tierschützer und wird dazu beitragen, Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse und andere Tiere vor grausamen und unnötigen Versuchen zu schützen. Es ist kein Geheimnis, dass die Europäische Union einige der strengsten Vorschriften für Kosmetika und Hautpflegeprodukte hat. Sie hat die Verwendung von über 1 300 Inhaltsstoffen in Kosmetika verboten, während in den USA nur 11 verboten sind. Diese EU-Verbote gelten jedoch nur für neue Produkte und Inhaltsstoffe, während die "alten" Produkte weiterhin ohne Einschränkungen verkauft werden dürfen. Das bedeutet, dass viele beliebte Produkte, die heute auf dem Markt sind, immer noch schädliche Inhaltsstoffe enthalten, die möglicherweise gesundheitliche Probleme verursachen können. Wenn du also das nächste Mal Kosmetika kaufst, solltest du das Etikett auf verbotene Inhaltsstoffe überprüfen. Deine Gesundheit wird es dir danken!
Gesetzeslücken im Tierversuchsverbot

Viele der in Kosmetika verwendeten Inhaltsstoffe finden sich auch in anderen Produkten wie Lebensmitteln und Arzneimitteln. Obwohl diese Inhaltsstoffe für die Verwendung in Kosmetika unbedenklich sind, können für sie aufgrund anderer Gesetze Tierversuche erforderlich sein. So unterliegen beispielsweise viele in Kosmetika verwendete Chemikalien auch dem Chemikalienrecht, das Tierversuche für die Zulassung vorschreiben kann. Infolgedessen können einige in Kosmetika verwendete Inhaltsstoffe an Tieren getestet werden, obwohl sie für die Verwendung in Kosmetika sicher sind. Tierversuche sind eine umstrittene Praxis, und viele Verbraucher versuchen, Produkte zu vermeiden, die an Tieren getestet wurden. Auch wenn ein kosmetisches Mittel nicht im Tierversuch getestet wurde, ist es daher möglich, dass einige seiner Inhaltsstoffe im Tierversuch getestet wurden.
Wie werden Tierversuche durchgeführt ?
Tierversuche werden meistens an Tieren wie Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten und Mäuse durchgeführt. Es gibt verschiedene Schäden, die diese Tiere bei einem Tierversuch erhalten wie zum Beispiel Vergiftungen, Verbrennungen, Verstümmelungen, Vergasungen oder sogar Ermordungen. Häufig werden die Tiere nämlich nach den Versuchungen getötet, um die Wirkung auf ihre Körper zu analysieren und Organe zu untersuchen.
Es gibt verschiedene Testverfahren, in den meisten Fällen wird das Produkt oder der Inhaltsstoff an den Schleimhäuten der Tiere getestet, meistens sind die Augen davon betroffen. Diese Methode führt zur Verätzung. Eine andere Methode beschränkt sich darauf, die Haut der Tiere zu verätzen, dies kann zu Blutungen oder anderen Verletzungen führen.
Die verschiedenen Untersuchungsmethoden

Der Draize-Test gehört zu einer der grausamsten Arten von Tierversuchen. Der Test wurde erstmals 1944 von Dr. John Draize entwickelt, der damals bei der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) angestellt war. Die FDA verwendet den Draize-Test auch heute noch, zusammen mit anderen Methoden, um die Sicherheit neuer Kosmetika und anderer Produkte zu bewerten. Bei diesem Test wird eine kleine Menge des Testmaterials auf die Haut oder das Auge eines Tieres, in der Regel eines Kaninchens, aufgetragen, und das Tier wird auf Anzeichen einer Reizung beobachtet. Der Draize-Test wurde von einigen als grausam und unnötig kritisiert.
Der akute Toxizitätstest ist ein Standardtest zur Bestimmung der Toxizität einer Substanz. Bei diesem Test wird ein Tier einer hohen Dosis der Substanz ausgesetzt und die Auswirkungen beobachtet. Anschließend wird das Tier eingeschläfert und seine Organe werden auf Anzeichen von Schäden untersucht. Der Test auf akute Toxizität gilt als zuverlässiger Indikator für die Toxizität beim Menschen und wird zur Bewertung der Sicherheit neuer Arzneimittel und Chemikalien eingesetzt.
Die Tiere werden außerdem dafür benutzt, um herauszufinden, wie hautreizend und schädigend ein Inhaltsstoff oder Produkt ist. Dafür wird das Tier festgehalten und das Fell auf einer Stelle wie z.B. dem Rücken rasiert. Anschließend wird die Substanz, die getestet werden soll, auf die Körperregion aufgetragen. Mit einer Binde wird diese Stelle dann mehrere Stunden bedeckt. Zum Schluss wird die Binde abgenommen und die Hautregion auf Hautreizungen- und schädigungen untersucht. Dieser Prozess wird häufig öfter als 14 mal wiederholt. Die Tiere erleben bei solchen Arten von Tierversuchen meist einen unbeschreiblichen Schmerz, da ihnen keine Schmerzmittel verabreicht werden.
Daneben werden Tiere auch auf Hautsensibilisierung getestet. Bei diesem Test wird eine Substanz entweder auf die Haut aufgetragen oder unter die Haut gespritzt. Dies kann dazu führen, dass die Tiere Entzündungen entwickeln oder andere Beschwerden.
Bei der Toxikokinetik werden einem Tier Chemikalien verabreicht oder sie müssen diese einatmen. Eine andere Möglichkeit wäre die Injizierung der Substanz. Von den Tieren werden regelmäßig Blutabnahmen entnommen, in häufigen Fällen werden diese dann auch getötet. Unter Toxikokinetik versteht man die Untersuchung der Aufnahme, Verteilung, Verstoffwechselung und Ausscheidung von Chemikalien durch den Körper. Sie ist ein Schlüsselfaktor bei der Bestimmung der Sicherheit von Chemikalien und Arzneimitteln. Wenn eine neue Chemikalie in den Körper eingeführt wird, muss sie zunächst in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Dies kann über die Haut, die Lunge oder das Verdauungssystem geschehen. Sobald die Chemikalie im Blut ist, wird sie auf verschiedene Gewebe und Organe verteilt. Die Leber spielt bei der Toxizität eine besonders wichtige Rolle, da sie für die Verstoffwechselung und Ausscheidung vieler schädlicher Stoffe verantwortlich ist.
Die Untersuchungsform Karzinogenität fördert die Entwicklung von Krebs, denn Karzinogene sind Substanzen, die Krebszellen erzeugen. Hierbei wird bei dem Tier die Entwicklung von Tumoren verursacht. Das Tier nimmt die Substanz über die Nahrung, die Haut oder die Atmung zwanghaft auf. Im Anschluss an die Aufnahme der Substanz wird das Tier 2 Jahren unter Beobachtung gestellt und anschließend getötet.
Bei der Methode Reproduktions- und Entwicklungstoxizität werden die Fruchtbarkeit und Geschlechtsorgane der Tiere nach der Einnahme vor und nach der Schwangerschaft oder der Paarung untersucht. Tiere in der Schwangerschaft werden teilweise getötet, um ihre Föten zu untersuchen. Teilweise werden Generationen unter diesen Bedingungen gezüchtet und untersucht.
Gibt es Vorteile bei bestimmten Arten von Tierversuchen?
Man muss anmerken, dass Tierversuche für die Kosmetikindustrie mehr als unnötig sind. Zumal man sagen kann, dass der menschliche Körper anders als der Körper eines Tieres ist und dementsprechend die Reaktionen der Tierversuche nicht hundertprozentig die Reaktion eines menschlichen Körpers darstellen. Es lässt sich belegen, dass selbst verschiedene Tierarten unterschiedliche und subjektive Reaktionen auf die gewissen Substanzen aufweisen. Der Tierschutz sollte an dieser Stelle viel stärker werden und die Unternehmen zu neuen modernen Methoden greifen . Es werden jährlich Millionen von Tieren weltweit für Experimente ausgenutzt, zudem haben diese Tiere eine zu geringe Möglichkeit auf Genesung.
Auch die taz berichtete bereits über Arten von Tierversuchen, die sogar als psychische Quälerei ausgelegt werden könnten. Falls du dir das wirklich antun möchtest, brauchst du nur auf den Link zu klicken.