kosmetik gefahr

Nachdem wir uns vor Kurzem mehrheitlich mit dem Leid von Tieren in Bezug auf kosmetische Produkte beschäftigt haben, wollen wir nun klären, ob die Stoffe in Kosmetika, die wir uns tagtäglich auf die Haut schmieren, wirklich so unbedenklich sind.

Kosmetik - alles andere als eine nachhaltige Entwicklung

"Im Durchschnittsdeutschen werden wir so 200 bis 300 verschiedene Schadstoffe finden." — Marike Kolossa

Nachdem wir uns vor Kurzem mehrheitlich mit dem Leid von Tieren in Bezug auf kosmetische Produkte beschäftigt haben, wollen wir nun klären, ob die Stoffe in Kosmetika, die wir uns tagtäglich auf die Haut schmieren, wirklich so unbedenklich sind. Die Kosmetikindustrie boomt. Shampoo, Duschgel, Lotion, Haarkur, Haarspray, Gesichtscreme, Zahnpasta, Wimperntusche, Kajal, Lidschatten usw. In den Regalen unserer Drogerie des Vertrauens platzen die Regale schon fast aus allen Nähten. Gefühlt gibt es nichts, das es nicht gibt, um die Schönheitspflege insbesondere von Damen zu unterstützen. Wir alle wissen, dass Schönheit vergänglich ist, aber in vielen Bereichen unserer Gesellschaft nur zu gern gesehen wird. Die Bedeutung, die von dem Begriff "Schönheit" ausgeht, ist enorm. Klar, zunächst einmal liegt Schönheit im Auge des Betrachters und dennoch kommen wir ständig mit den Produkten der Schönheitspflege in Kontakt.

Kosmetikartikel aller Art werden meist von Frauen beworben, die offenbar in den Jungbrunnen gefallen sind oder noch nicht einen einzigen Bad-hair-day in ihrem Leben hatten. Ziel dieser Frauen und auch männlichen Models ist es, uns die besten Mittel zur Bekämpfung unserer Falten und anderen Makeln zu verkaufen. Stets mit der Betonung darauf, dass die Nutzung dieser Pflegeprodukte allem voran der Befriedigung unserer Bedürfnisse zugute kommen. Bereits die Jüngsten unserer Generationen kommen mit Mittelchen wie Make-Up, Cremes zur Hautpflege und dem Reinigen von Kopf und Haare in Berührung. Sich lediglich mit Wasser zu säubern, ist keine Option. Aber Kosmetik dient vor allem dem Zweck, sich selbst besser zu gefallen und der Sicht der Gesellschaft zu entsprechen. Leider kann hier weder von Pflege oder Schutz die Rede sein. Im Grunde ist sogar das Gegenteil der Fall.

In unseren Blogbeiträgen "Kosmetikindustrie - Gefahr für Menschen und Umwelt" und "Mikroplastik - Unsichtbare Gefahr für Mensch und die Umwelt" gehen wir näher auf das Thema ein, inwiefern Kosmetika uns schaden können. Wir sprechen von Parabenen, die deinen Hormonhaushalt durcheinander bringen können und Mikroplastik, welches mittlerweile nicht mehr nur ein Problem des Ozeans darstellt, sondern auch in rauen Mengen in deinem Körper zu finden ist. Diese Gefahren dürfen natürlich nicht unterschätzt werden, jedoch dauert es meist einige Jahre, bis sie sich in Form von Krankheiten im eigenen Körper bemerkbar machen. Was allerdings viel häufiger zu einem Problem werden kann, das du im Auge behalten solltest, ist die Reaktion von Allergikern in Bezug auf Kosmetika. Weitere Informationen hierzu, erhältst du in unserem Blogbeitrag "Gefährliche Duftstoffe in der Kosmetik".

Doch gibt es Möglichkeiten, diese Gefahren gänzlich zu umgehen? Und wie kannst du in dieser Thematik mehr im Sinne der Nachhaltigkeit agieren? Diese Informationen möchten wir dir natürlich nicht vorenthalten.

So kannst du dich schützen- Apps, die vor Kosmetik warnen

Auch Nachhaltigkeit liegt im Trend und so ist es vielen Menschen sehr wichtig, auch ihre Kosmetikartikel zum Schutz der Umwelt und ihrer Gesundheit anzupassen. Da der Nachhaltigkeitsbegriff hier vielfältig erscheint, möchten wir dir heute einige bestimmte Beispiele nennen, wie du zukünftig, auf die richtige Auswahl deiner Kosmetika achten kannst. Unterstützt wirst du hierbei von Apps. Es gibt viele verschiedene Apps, die dir dabei helfen, herauszufinden, was bei dir zu Hause sicher und was bedenklich ist, damit du dich und deine Familie schützen kannst.

Think Dirty

Die Gesundheits-App "Think Dirty" macht es dir leicht, dich über potentiell giftige Chemikalien in deinen Produkten zu informieren. Ihr Slogan lautet: Think dirty, buy clean! Sie ist eine der bekanntesten Apps, mit der du Wirkstoffe scannen und fehlende Inhaltsstoffe melden kannst, damit sie von überall aus in die Datenbank aufgenommen werden können. Du kannst dich über 1 Million verschiedene Arten von Pflege- und Konsumgütern informieren, wie z.B. Seife, Kosmetiktücher oder sogar Lufterfrischer, Lotionen und Feuchtigkeitscremes. In Kürze wird es dann auch ein Update mit neuen Filtern geben, die einigen Menschen helfen könnten, genau die Produkte zu finden, die am besten zu ihnen passen, z.B. anhand ihres Alters oder ihren Vorlieben.

Detoxification Me

Die "Detox Me"-App ist eine von vielen großartigen Ressourcen für alle, die gesünder leben wollen. Die umfassende Datenbank informiert über die Chemikalien, die am häufigsten in deinem Haushalt, in Lebensmitteln und Getränken sowie in Kosmetika wie Zahnpasta oder Shampoo vorkommen. Sie zeigt dir auch, wie du die Belastung reduzieren kannst, indem du ein paar einfache Schritte befolgst.

EWG's Gesundes Leben

Die "EWG"-App ist die ultimative Quelle, um gesündere Alternativen zu finden. Mit über 120.000 Lebensmitteln und Kosmetikprodukten, die auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet werden (wobei 1 die beste Bewertung darstellt), bietet diese App einen einfachen Zugang zu allem, was du brauchst, um bessere Alternativen zu finden. Dabei macht die App die Auswahl gesunder Produkte einfacher als je zuvor, indem sie Daten aus verschiedenen Quellen kombiniert, darunter Bewertungen verschiedener Art sowie untermauerte Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft, die du sofort zur Hand hast.

CosmEthics

Die CosmEthics-App ist ein benutzerfreundliches und schnelles Tool, das dir verrät, ob ein Produkt aus gesünderen Inhaltsstoffen besteht oder nicht. Die Datenbank umfasst derzeit über 140.000 Artikel, so dass du dir keine Sorgen machen musst, dass dir das Angebot zu langweilig wird oder deine Liebligsprodukte fehlen! Diese App deckt wirklich alles ab, was man braucht, wenn man sein Wohlbefinden aus allen Blickwinkeln verbessern will.

Wirkstoff-Scanner

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Der "Wirkstoff-Scanner" ist eine weitere kostenlose Anwendung, mit der Kunden Produkte scannen und auch Wirkstoffe überprüfen können, um sie auf potenziell schädliche oder gefährliche Stoffe zu überprüfen. In nur wenigen Sekunden erhältst du eine Inhaltsstoff-Checkliste mit verschiedenen Abstufungen, die auf die Unbedenklichkeit der einzelnen Inhaltsstoffe hinweisen - und das ganz ohne Chemiekenntnisse! Rot bedeutet hierbei, dass du auf ein Produkt gestoßen bist, dessen Inhaltsstoffe schädlich sein könnten, Orange weist auf Irritationen oder Probleme hin, die bei der Verwendung dieses Produkts auftreten können und Grün bedeutet, dass es keine Hinweise gibt, dass bei der Verwendung dieser Produkte Vorsicht geboten ist. Die App funktioniert also unmissverständlich im Ampel-System.

1Source

"1Source" ist eine App, die dir hilft, die Sicherheit von Produkten zu beurteilen. Sie zeigt an, ob Wirkstoffe in einem Produkt gefährlich für die Gesundheit von Familienmitgliedern oder Haustieren sind und bietet sogar direkt sichere Alternativen. Zudem bietet die App Wellness-Profile für Personen an, die Barcodes von Produkten gescannt haben, die bestimmte Krankheiten wie Allergien oder Empfindlichkeiten auslösen. Das Ziel ist es, die Welt zu einem sicheren und sauberen Ort zu machen. 1Source bietet unbedenkliche Produkte für Eltern, die auf ihre Babys achten und Inhaltsstoffe von Make-up, damit du ganz genau weißt, was in deine Haut gelangt, wenn sie mit etwas anderem als sauberer Luft oder Wasser in Berührung kommt. Außerdem liefert die App uns Inspirationen, wie wir alle gemeinsam an diesem Ziel arbeiten können.

Gerade in unserem digitalen Zeitalter ist es also möglich, uns den technologischen Fortschritt zu Nutze zu machen, wenn es darum geht, sich vor bedenklichen Inhaltsstoffen zu schützen und Krankheiten vorzubeugen. Die Kosmetikindustrie hat nun einmal viele Schattenseiten, die es uns nicht gerade leicht machen, stets das Richtige zu tun und dabei auch noch nachhaltig zu agieren. Dennoch kannst du mit einigen Tipps die Langlebigkeit zurück in deine vier Wände holen und deinen Bedürfnissen unbedenklich nachgehen. Wenn du mehr zum Thema Schadstoffe und vor allem Mikroplastik lesen möchtest, empfehlen wir dir den Beitrag vom NDR.