blutplasma spenden
Wenn du dazu bereit bist, anderen Menschen zu helfen, aber nicht sicher bist, wie du dies tun kannst, ist Blutplasmaspenden eine großartige Möglichkeit, einen positiven Beitrag zu leisten.
Blutplasma spenden: Diese Tipps solltest du beachten
"Solange das Blut fließt, lebt der Mensch." - Bruno Ziegler
Was ist Blutplasma und wofür wird es benutzt?
Blutplasma ist eine gelbliche, durchsichtige Flüssigkeit, die mehr als die Hälfte unseres Blutes ausmacht. Es enthält Wasser, Proteine und andere Nährstoffe. Plasma spielt eine wichtige Rolle bei vielen Körperfunktionen, einschließlich Blutgerinnung und Immunität.
In Deutschland werden 16.000 Patienten mit chronischen Krankheiten mithilfe von Medikamenten aus Plasma behandelt. Die Präparate werden aus dem Blut gesunder Spender hergestellt und enthalten Antikörper, die vor Infektionen schützen. Diese speziellen Medikamente benötigen vor allem Patienten mit schwacher Immunabwehr, wie Krebspatienten oder Menschen, die sich einer Organtransplantation unterziehen. Menschen, die Blutplasma spenden, sind daher immer gern in den Spendenzentren gesehen und sehr geschätzt.
Der Unterschied zur normalen Blutspende
Wenn die meisten Menschen an eine Blutspende denken, denken sie an eine Vollblutspende. Dies ist die häufigste Form der Blutspende, aber sie ist nicht die einzige Spendenart. Viele Blutspendedienste bieten auch Plasmaspenden an. Plasmaspenden sind weniger invasiv als Vollblutspenden und haben weniger Nebenwirkungen.
Die zellulären Blutbestandteile - die roten und weißen Blutkörperchen sowie die Blutplättchen - werden über dieselbe Kanüle in den Blutkreislauf zurückgeführt. Das bedeutet, dass es nur eine Einstichstelle gibt, die als Auslass- und Einlasskanüle dient. Das Blut wird in mehreren Zyklen entnommen oder zurückgeführt. Es wird also nicht das komplette Blut entnommen. Plasmaspender können auch viel häufiger spenden als Blutspender, nämlich bis zu 60 Mal pro Jahr mit immer mindestens 48 Stunden Abstand.
Leider gibt es immer weniger Menschen, die bereit sind, Blut oder Blutplasma zu spenden. Dabei werden diese so dringend benötigt. Was genau mit dem Blut geschieht und warum die Blutgruppe 0 ein richtiger Allrounder ist, erfährst du in diesem Artikel des Spiegels.
Voraussetzungen für die Spende
Nur Personen über 18 Jahre, also Erwachsene, dürfen Blutplasma spenden. Man muss ein Körpergewicht von mindestens 50 Kilogramm haben und darf ein Gewicht von 150 Kilogramm nicht überschreiten.
Es gibt aber eine Reihe von Gründen, warum du vielleicht kein Blutplasma spenden kannst. In einigen Fällen kannst du aufgrund einer Infektion, einer Zahnbehandlung, einer Operation oder eines anderen medizinischen Eingriffs für kurze Zeit zurückgestellt werden. Du kannst auch wegen einer Auslandsreise, einer Schwangerschaft, des Stillens oder wegen risikoreichen Sexualverhaltens nicht spenden können. Wenn du nicht sicher bist, ob du als Spender in Frage kommst, hole dir Informationen bei einem Blutspendedienst in deiner Nähe oder auf deren Website. Die Personen vor Ort können dir oft mehr Details geben.
Auch nach einer Infektion oder einem anderen medizinischen Eingriff müssen bestimmte Verfahren eingehalten werden, um sicherzustellen, dass das Blut oder Plasma für die Spende sicher ist. Nach einer Infektion mit Fieber oder Durchfall solltest du zum Beispiel mindestens vier Wochen warten, bevor du spendest.
Wie läuft die Blutplasmaspende ab?
Vorbereitung
Bevor du Blutplasma spenden kannst, ist es wichtig, dass du einige Vorsichtsmaßnahmen triffst, um sicherzustellen, dass deine Spende erfolgreich sein wird. Zunächst einmal solltest du viel trinken. Das hilft, Schwindel oder Benommenheit während oder nach der Spende zu vermeiden. Zweitens: Iss nur fettarme Lebensmittel. Fetttröpfchen im Blut können es schwierig machen, das Plasma von den zellulären Blutbestandteilen zu trennen. Wenn du dich vor der Spende sehr fettreich ernährst, kann sich das in einem trüben Plasma bemerkbar machen.
Anmeldung
Wenn du zu deinem Termin kommst, wird dir das Personal einige Fragen zu deinem Gesundheitszustand stellen. Außerdem ist es wichtig, dass du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass im Original zum Spendezentrum mitbringst. Damit wird deine Identität überprüft und bestätigt, dass du volljährig bist und spenden darfst.
Schließlich musst du dich vor der Spende einer medizinischen Untersuchung unterziehen, die eine körperliche Untersuchung und eine Überprüfung deiner Krankengeschichte umfasst. Oft werden kurz dein Blutdruck und deine Körpertemperatur gemessen. Wenn du diese einfachen Richtlinien befolgst und alle Voraussetzungen erfüllst, kannst du dazu beitragen, dass alles reibungslos und so erfolgreich wie möglich verläuft.
Der Ablauf der Blutplasmaspende
Nachdem du vom Arzt die Freigabe erhalten hast, beginnt der eigentliche Prozess des Blutplasma spenden. Du kannst dir aussuchen, welchen Arm du für die Spende verwenden möchtest und dich anschließend auf eine bequeme Liege legen. Das zugelassene Personal desinfiziert den Bereich deines Arms, der für die Spende verwendet werden soll und legt dann eine Manschette um deinen Oberarm, um einen Blutstau zu erzeugen. Dies ist notwendig, um eine Vene für die Spende zu punktieren. Zu diesem Zweck werden sterile Einwegmaterialien verwendet.
Sobald ein oder mehrere Probenröhrchen mit Blut für Labortests gefüllt sind, beginnt die eigentliche Plasmaspende. Dein Blut wird bei der sogenannten Plasmapherese zentrifugiert, so dass das Plasma von den schwereren Blutkomponenten getrennt wird. Das restliche Blut wird deinem Körper durch dieselbe Nadel wieder zugeführt. Wichtig zu wissen ist auch, dass es bei den zellulären Bestandteilen im Blut (bspw. Thrombozyten oder Leukozyten) zu keiner Veränderung durch die Plasmapherese kommt.
Um eine erfolgreiche Spende zu gewährleisten, ist es wichtig, während der Entnahme fleißig mit der Hand zu pumpen. Dadurch wird der Blutfluss angeregt und sichergestellt, dass eine ausreichende Menge Plasma gesammelt wird. Sobald die gewünschte Plasmamenge gesammelt oder die Höchstdauer der Spende überschritten wurde, schaltet sich das Gerät ab und der Spender erhält eine letzte Infusion, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Nach dem Blutplasma spenden, ist es wichtig, dass du dir ein paar Minuten Zeit nimmst, um dich auszuruhen. So verhinderst du Schwindel oder andere Probleme mit deinem Kreislauf. Das Personal wird außerdem einen Druckverband auf die Einstichstelle legen. Du solltest vermeiden, zu schnell aufzustehen. Am Spendenort sind immer Ärzte anwesend, die die Spender genau beobachten. So ist immer eine Person in der Nähe, die dir helfen kann, wenn du dich unwohl fühlst oder dir schwindelig wird.

Was muss man nach der Plasmaspende beachten?
Nach einer Plasmaspende ist es normal, dass du dich ein wenig müde fühlst. Das liegt daran, dass dein Körper das entnommene Blutplasma ersetzen muss. Damit sich dein Körper erholen kann, ist es wichtig, dass du dich ausreichend ausruhst und entspannst. Außerdem solltest du eine nahrhafte Mahlzeit essen und viel Flüssigkeit zu dir nehmen. Wenn du diese Schritte befolgst, solltest du dich in kürzester Zeit wieder normal fühlen. Trotzdem ist es wichtig, im Straßenverkehr vorsichtig zu sein und anstrengende Aktivitäten zu vermeiden, bis du dich vollständig erholt hast. Wenn du diese Richtlinien befolgst, kannst du sicherstellen, dass die Plasmaspende eine sichere und positive Erfahrung ist.
Entdeckung potentieller Krankheiten
Nachdem du Blutplasma gespendet hast, untersucht der Blutspendedienst das Plasma auf Krankheitserreger und sammelt somit noch ein paar mehr Informationen. Denn es ist wichtig, eine Infektion mit HIV, Hepatitis oder Syphilis auszuschließen. Wenn Anomalien festgestellt werden, wirst du vom Blutspendedienst darüber informiert. Dort erhältst du auch Hinweise darüber, wie du dich in Zukunft vor diesen Krankheiten schützen kannst. Indem du dich testen lässt, trägst du dazu bei, dass der Blutspendedienst denjenigen, die es brauchen, sicheres Blut zur Verfügung stellen kann.
Die Aufwandsentschädigung
Durch das Blutplasma spenden erhalten Spender in der Regel eine Aufwandsentschädigung zwischen 20 und 45 Euro pro Spende. In manchen Fällen erhält man einen Gutschein oder etwas zu essen. Die Höhe der Aufwandsentschädigung richtet sich in der Regel danach, wie häufig der Spender spendet, wobei regelmäßigere Spender höhere Geldsummen für ihren Aufwand erhalten.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass man mit einer guten Vorbereitung eine sichere Spende garantiert und etwas Gutes tun kann, wofür man sogar noch entlohnt wird. Dies hilft vor allem Menschen, die es wirklich brauchen. Da dein Körper keinerlei Probleme aufweist, nach dem Blutplasma spenden wieder neues Plasma zu bilden, ist dies eine weitere Art der Spende, die ganz im Sinne der Nachhaltigkeit agiert.