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DIY Kosmetik bietet einiges an Vorteilen, vor allem spart es Geld. Dennoch gibt es einige Risiken, die mit der Herstellung eigener Kosmetik-Produkte einhergehen.

Die Vor- und Nachteile von DIY im Bereich Kosmetik

"Wenn du dir deine Schönheit zu eigen machst, kannst du dich mit den liebevollsten Augen sehen, die möglich sind." — Kirsten Tyrrel

Stelle dir einmal vor, du möchtest dir ein neues Auto anschaffen. Natürlich zählt ein Auto zur Kategorie "wohl überlegte Investition". Daher beginnst du damit, zu recherchieren, fragst Freunde und Bekannte nach ihrer Meinung und versuchst, alle möglichen Informationen über deine gewünschte Neuanschaffung aus dem Internet zu erhalten. Dass dieses Konzept sich auch auf kleinere Anschaffungen übertragen lässt, bedenken die wenigsten Menschen. Dabei kann ein überlegter Schritt in vielerlei Hinsicht das Leben vereinfachen und deine Gesundheit schützen.

Gerade im Bereich Kosmetik und Schönheitspflege gehen viele einfach in das entsprechende Geschäft und kaufen die Produkte, die am besten aussehen, beworben wurden oder die besten Vorteile versprechen. Viele Kategorien der Kosmetika sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Alles für die Haut, Haare, Make-Up mag eigentlich gut zu bedenken sein, bevor bei einem Kauf negative Aspekte für Tiere oder die Umwelt noch unterstützt werden oder sogar die eigene Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen wird. Wir sagen uns, dass die Creme, die schon seit Generationen in der Familie genutzt wird, doch kein Risiko darstellt und doch könnte einem bei genauerem Blick auf die Inhaltsstoffe der Hautpflege-Produkte ganz anders werden. Es empfiehlt sich also, genauer hinzuschauen oder der Nutzung von Kosmetik-Artikeln komplett zu entsagen. Aber schafft man das überhaupt oder gibt es noch eine Möglichkeit, seine Bedürfnisse zu befriedigen, aber eine Bekämpfung der Giftstoffe in Kosmetika vorzunehmen?

DIY-Kosmetik und ihre Vorteile

Man könnte fast sagen, dass der einzige Nachteil von "Do It Yourself"-Kosmetik ist, dass man diese selbst herstellen muss. Natürlich ist dies mit einiges an Mehraufwand verbunden, als lediglich in den nächsten Laden zu fahren und sich die entsprechende Sammlung an Produkten aus dem Regal zu nehmen. Dennoch rückt der zeitliche Aufwand in den Hintergrund, wenn man bedenkt, wie viele Vorteile DIY-Kosmetik mit sich bringt.

DIY und du weißt, was drin ist!

Stellst du deine Kosmetik selbstständig her, weißt du ganz genau über alle Inhaltsstoffe Bescheid. Du allein entscheidest, welche Rohmaterialien du verwenden willst und wirst bei der Auswahl bewusste Entscheidungen treffen. Zudem entscheidest du, wie hoch der Aufwand letztendlich ausfallen soll, sowohl bei der Kosmetik, die du für eigene Zwecke verwenden magst, als auch die, die du vielleicht als Geschenke an Familie und Freunde weitergibst, um auch ihre "Sicherheit" gewährleisten zu können. Bevor du mit dem Basteln von Dingen beginnst, die in der Ecke verstauben, kannst du eher deine selbst hergestellte Bodylotion verschenken. So sorgst du dafür, dass deine Liebsten auch nicht abhängig von der Verwendung konventionell hergestellter Pflege-Produkte sind. Schönheit und Wohlbefinden als Geschenk.

DIY und Geld sparen ist ein leichtes!

DIY-Ideen für Kosmetik sind natürlich kostenlos. Spannende Rezepte und Ideen findest du sogar auf unserer Seite in den Blogbeiträgen Von Shampoo bars und Seifenresten - ein kleines Stück in Richtung Nachhaltigkeit, Abschminkpads selber häkeln und Naturkosmetik - Die erste Hautcreme selber herstellen. Wenn es dann an die Erstausstattung geht, kann das schon ins Geld gehen. Mischzubehör und einen Grundstock an Rohstoffen müssen erst einmal besorgt werden, bevor es ans Eingemachte geht. Dennoch hast du die Möglichkeit preiswerte Starterkits zu kaufen, mit denen du langfristig betrachtet unzählige Rezepte und Ideen ausprobieren kannst. Vergleichst du dann die Preise deiner selbst hergestellten Kosmetika mit Produkten ähnlicher Qualität aus dem Laden, wird dir klar, dass du Kosmetikartikel noch nie so preiswert erwerben konntest.

DIY-Kosmetik übertrifft die Bio-Varianten

Als Alternative zu selbst hergestellter Kosmetik bietet sich Biokosmetik natürlich an. Im Bioladen findest du zertifizierte Produkte, welche die hochwertigsten Inhaltsstoffe enthalten, die in unübertroffenen Verfahren gewonnen werden. Nach der Kosmetikverordnung müssen allerdings auch Bioprodukte konserviert werden. Hierbei spielt nicht nur die Haltbarkeit eine gewisse Rolle, sondern auch die Dauer, wie lange die Produkte im Regal standen, bevor diese verkauft wurden. Nutzt du jedoch deine kreativen Ideen und stellst deine Kosmetik selbst her, benötigt sie keine Art der Konservierung und ist je nach Art des Produkts zwischen einem Monat und einem halben Jahr lang haltbar. Während Naturkosmetik oft mit Alkohol, ätherischen Ölen oder ziemlich aufwendigen Verpackungen konserviert wird, brauchst du an all das gar nicht zu denken, wenn du deine Kosmetik einfach selbst herstellst. Zudem sind Alkohol und ätherische Öle in der Gesichtscreme wirklich nicht für jede Person etwas.

DIY und konventionell hergestellte Kosmetik kann einpacken!

Das Ziel der Industrie ist ganz klar die Gewinnmaximierung. Die Preise sind niedrig und es werden günstige Zutaten verwendet, um das Produkt billig zu halten. Einzig und allein für Werbung wird ein Budget ausgegeben, dass sich in höheren Preissegmenten bewegt, um Verbraucher zu animieren, lediglich dieses Kosmetik-Produkt zu kaufen und keine Alternativen in Erwähnung zu ziehen. Auch der Preis der Verpackung bewegt sich deutlich über dem des eigentlichen Produkts, um dieses für Endkonsumenten attraktiver zu gestalten. Dabei spielen nicht selten auch fragwürdige Rohstoffe eine Rolle. Hersteller haben jedoch keine anderen Möglichkeiten. Warum sollte man auch ein braunes Shampoo kaufen, wenn andere es in der Farbe gelb, grün, blau oder rosé anbieten? Dies ist eine Entwicklung, die seit Jahrzehnten in der Wirtschaft Bestand hat. Konsumenten verlassen sich häufig auf Versprechungen, schöne Verpackungen und Markennamen.

Diese Versprechungen, deren Haltbarkeit du dir so sehr ersehnst, verlaufen meist jedoch ins Leere und lassen dich und die selbsternannten Schwachstellen von deinem Körper einfach im Stich. Der Service bewahrheitet sich meist nicht, von den Anleitungen ganz zu schweigen und eine nachhaltige Entwicklung nimmt das Ganze erst recht nicht an.

DIY und du musst nicht an Rohstoffen sparen!

"Dieses Produkt spendet die nötige Feuchtigkeit und versorgt mit allen Vitaminen des täglichen Bedarfs." Für jeden Haut- oder Haartyp, für jedes Alter gibt es angeblich das richtige Produkt. Die Menge an angebotener Kosmetik ist bereits komplett aus dem Ruder gelaufen und dennoch kommt jeden Tag ein noch besseres Produkt mit Rohstoff X auf den Markt, welches verspricht die gewünschten Ergebnisse dieses Mal wirklich einzuhalten. Schaust du im Anschluss auf die INCI und suchst dort nach beworbenem Rohstoff, findest du ihn meist ganz weit unten in der absteigenden Liste. Leider ist dies bei vielen Kosmetikartikeln der Fall und die Mengen sind wirklich minimal. In deiner selbst hergestellten Creme kann der Anteil an D-Panthenol schon einmal gut und gerne 2 - 5 % betragen, während es bei den konventionellen Produkten ausreicht, sie in der INCI aufzuführen.

DIY und kämpfe gegen Tierversuche an

Bei Kosmetika sind in der Regel Tierversuche erforderlich, um festzustellen, ob ein Inhaltsstoff wirkt und welche Nebenwirkungen er haben kann. Dies kann jedoch Zeit und Geld kosten, so dass viele Unternehmen stattdessen einfach bewährte Inhaltsstoffe verwenden, deren Entwicklung bereits von anderen vor ihnen abgeschlossen wurde, die sie vielleicht früher an Tieren getestet haben. Wer sichergehen möchte, dass seine Kosmetika weder der Umwelt noch den Tieren schadet und Ressourcen schont, der kann unsere Tipps als Anlass dafür nutzen, von nun an alles an Kosmetik selbst herzustellen. An Ideen soll es nicht mangeln und zusätzlich dazu, kannst du unsere Erde vielleicht ein bisschen nachhaltiger machen. Wir wünschen dir viel Freude beim Ausprobieren! Auch das Magazin Focus hat sich bereits mit der Fragestellung auseinandergesetzt, inwieweit DIY im Bereich Kosmetik vorteilhaft ist. Außerdem erfährst du in diesem Artikel, welche Zutaten du Zuhause haben solltest und welches Zubehör du brauchst, um mit deiner DIY-Kosmetik richtig starten zu können.