nachhaltige investition

Finde heraus, welche Möglichkeiten du hast, wenn du in eine nachhaltigere Zukunft investieren willst.

Nachhaltige Investitionsanlagen in Aktien

"Der Preis ist, was du zahlst. Der Wert ist, was du bekommst." — Warren Buffett

Nachhaltigkeit ist zurzeit DAS Thema bei Finanzanlagen – und damit natürlich auch bei Aktien. Heutzutage gibt es kaum mehr eine Bank, die nicht mit grünen Aktien Werbung macht und so neue Kunden anlocken möchte. Dieses «Greenwashing» schlägt sich auch in Zahlen nieder. Im Jahr 2020 flossen in Deutschland über 200 Milliarden Euro in grüne Fonds. Es geht nicht mehr um die Frage ob, sondern wie man die passende grüne Aktie findet.

Aktien als Geldanlage mit hoher Vielfalt

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Denn bei Aktien gibt es vielfältige Möglichkeiten. So kann man in Branchen investieren, aber auch in Produkte sowie aber auch in Bereiche wie erneuerbare Energie, Elektromobilität, Upcycling. Je höher die Nachfrage, desto mehr Angebote gibt es im Markt. Es gibt aber nicht nur die Möglichkeit, sich für nachhaltige Anlagen einzusetzen, sondern sich als Anleger auch gegen Unternehmen zu entscheiden, deren Produkte und Dienstleistungen den Planeten zerstören. Welche Unternehmen das betreffen könnte, ist logisch: Tabakhersteller, Waffenhersteller, aber auch Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf fossilen Brennstoffen beruht. In diesem Blogbeitrag gehen wir aber hauptsächlich auf Aktien als Variante für nachhaltige Geldanlagen ein und zeigen dir die das Potential dieser Form des Investments auf.

Die Bedeutsamkeit der Nachhaltigkeit auf dem Aktienmarkt

Das Thema nachhaltige Investitionsanlagen in Aktien, mit besonderem Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit, beschäftigt aber auch die Behörden. Die amerikanische Börsenaufsicht prüft, ob Banken bei ihren Angaben zu grünen Aktien «übertrieben» haben. Diese Angaben hat sie von der ehemaligen DWS-Nachhaltigkeitschefin erhalten. Die ganze Aufruhr zeigt deutlich auf, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit für Anleger geworden ist. Das rührt auch daher, dass natürlich viele Experten jetzt auf das Thema setzen, weil sie Geld damit verdienen möchten. Wer vor einigen Jahren in Windkraft bei der richtigen Firma investierte, konnte viel Geld machen.

Die Nachfrage nach nachhaltigen Unternehmen, Staaten, welche diese Fortschritte finanziell unterstützen – das spielt den Anlegern in die Hände. Diese Tendenz wirkt sich auf den Mark aus. Inzwischen gibt es beinahe schon eine Kluft zwischen Firmen, die eine fossil befeuerte Welt bewirtschaften und solche, die auf erneuerbare Energien setzen. Die Aktien von nachhaltigen Firmen performen tendenziell besser. Deshalb ist die Frage umso wichtiger, wie denn die Nachhaltigkeit von Unternehmen genau bewertet wird.

Was sind ESG-Kriterien und warum sind sie so wichtig?

Weit verbreitet sind die so genannten ESG-Kriterien, die für Environment, Social und Governance stehen. Sie bilden eine Richtlinie, wie man Unternehmen mit ökologischen und sozialen Kriterien beurteilen kann. Dazu gehören der Verbrauch von Ressourcen, aber natürlich auch faire Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne und eine soziale und diversifizierte Unternehmensführung. Diese Beurteilung nehmen Ratingagenturen vor, die bekannteste in diesem Bereich ist MSCI. Sie bewertet Unternehmen, welche die ESG-Kriterien erfüllen. Diese entstehen aus 35 Parametern, unter anderem der CO2-Ausstoss. Inzwischen mischen auch die Platzhirsche unter den Ratingagenturen wie Moody's oder Standard & Poor's bei dieser Beurteilung mit.

Wofür steht ESG?

  • E steht für Environment – Stichworte sind Umwelt- und Klimaschutz, zum Beispiel Reduktion des CO2-Ausstoßes, geringer Ressourcenverbrauch, verantwortungsvoller Umgang mit der Natur, Erhalt der Artenvielfalt oder Energieeffizienz.
  • S steht für Social - Aspekte sind Diversity, Umgang mit Zulieferern, Arbeitssicherheit, soziales Verhalten, faire Arbeitsbedingungen und Löhne, Einhaltung der Menschenrechte, keine Kinderarbeit, soziales Engagement.
  • Und G steht für Governance – das bedeutet verantwortungsvolle Unternehmensführung, zum Beispiel Förderung von Vielfalt und Integration, Chancengleichheit aller Geschlechter, keine Korruption. Damit ein Unternehmen als nachhaltig anerkannt werden kann, gelten diese Parameter auch für die gesamte Lieferkette.

Der Finanzdienstleister MSCI

In Bezug auf nachhaltige Investitionsanlagen in Aktien gibt es den MSCI World SRI Select Index. Dort sind nur Firmen mit einem sauberen ESG-Rating, welches rund 400 Werte umfasst. Der Index umfasst rund 1500 Firmen. Unter anderem sind dabei auch große Namen wie Microsoft, Tesla, Disney, Roche, Cisco oder Home Depot darin enthalten. Es mag erstaunen, dass dabei vor allem auch Tech-Konzerne sind, doch sie stoßen natürlich weniger schädliche Stoffe aus als etwa die Industrie.

Weitere Geldanlagen neben nachhaltigen Aktien

Wer aber nicht direkt in nachhaltige Anlagen investieren möchte, kann sein Geld natürlich auch in EFTs oder Fonds investieren. Das Angebot wird immer größer und geht auch über die ohnehin bekannten Indizes wie dem MSCI World hinaus. Alle werden nach anderen Nachhaltigkeits-Kriterien bewertet. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Es geht dabei um naheliegende Themen wie Wasser, erneuerbare Energien, darunter vor allem Solar -und Windenergie. Bekannte ETFs dort sind iShares S&P Global Clean und Lyxor MSCI New Energy ESG Filtered. Natürlich dürfen auch Elektroautohersteller nicht fehlen, also Autobauer, Batteriehersteller und sonstige Zulieferer, einsehbar unter Shares Electric Vehicles oder MSCI Future Mobility ESG Filtered.

Wie groß sind die Auswirkungen durch den nachhaltigen Aktienkauf?

Der Kauf von nachhaltigen Finanzprodukten oder grünen Aktien trägt nicht zwingend zu einem positiven Effekt beim Klimawandel bei. Einerseits werden durch Investitionen in einen Elektroautobauer nicht einfach mehr Autos gebaut, andererseits werden vor allem Firmen unterstützt, die sich ohnehin bereits vorbildlich verhalten. Trotzdem ist eine Investition in solche Unternehmen sinnvoll, weil sie oft längerfristig denken. Letztlich geht es vor allem darum, dass wir den Firmen Geld zur Verfügung stellen, die das Thema Klimawandel, Armut oder Umweltverschmutzung einigermaßen ernst nehmen. Der Trend deckt dabei auf, dass ein Großteil von Anlegern sich bereits unethische und demoralisierende Themen wie Kinderarbeit, Tierversuche für nicht medizinische Zwecke oder kontroverse Waren maßgeblich distanzieren. Vielmehr liegt das Interesse an eigenen Wertpapierdepots, die nachhaltige und ressourcenschonende Projekte adressieren. Es macht deshalb Sinn, auch in nachhaltige Aktien zu investieren, genauso wie wir Bio-Lebensmittel konsumieren oder eben kein Fleisch mehr. Es geht aber nicht nur um Umweltzerstörung, sondern auch um eine Entscheidung. Möchten wir gewisse Entwicklungen verhindern oder andere beschleunigen?

Nachhaltiges Investieren ist auf dem Vormarsch, da Investoren zunehmend auf die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer Investitionen achten. Die Aussichten für nachhaltige Aktien sind gut, und das Wachstum in diesem Sektor wird voraussichtlich anhalten. Wenn du in ein Unternehmen investieren willst, das Wert auf Nachhaltigkeit legt, solltest du dir die Unternehmen in unserer Liste der 10 besten nachhaltigen Aktien ansehen.

Auf der Seite von Injova könnt ihr euch über aktuelle nachhaltige Aktien informieren.